Pressemeldungen


„SCHNELLER GEHT ES NICHT“: 

Nieder müssen nach Unfall noch lange auf Unterführung warten

 

VON  MECHTHILD HARTING

28.05.2020

 

Verkehrsdezernent und Bahn-Bevollmächtigter haben Pläne für die Bahnunterführung in Frankfurt Nied vorgestellt. Noch fast zehn Jahre müssen Anwohner auf die Fertigstellung warten.

 

Wie kann es sein, dass zwischen dem Beschluss der Stadtverordneten, den Bahnübergang an der Oeserstraße zu beseitigen, und der Eröffnung der Unterführung, die als Alternative mehr Sicherheit bieten soll, voraussichtlich 24 Jahre liegen werden? Also ungefähr der Zeitraum, in dem der neue Gotthard-Basistunnel in der Schweiz beschlossen, geplant und realisiert werden konnte.

 

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KINDERBETREUUNG UND CORONA„Wir Eltern funktionieren nur noch“

27.05.2020
In der Corona-Krise musste die Kinderbetreuung bei den meisten Frankfurtern zuhause stattfinden. Betroffene Eltern fordern eine stärkere Unterstützung durch die Stadt.

 

Bei den Eltern liegen die Nerven blank. Wer das noch nicht weiß, kann es im Bildungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung erfahren. „Ich stand kurz vorm Lockdown“, sagt die Stadtverordnete Milkica Romic-Stojanovic von der SPD. „Ich arbeite gefühlt Tag und Nacht, ich bin fix und fertig.“ Nach zwei Monaten Corona zwischen Telefonkonferenzen und zwei Kindern ist die Rechtsanwältin der Ansicht: „Wir Eltern haben jetzt einfach Priorität.

 

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UNFALL AN BAHNÜBERGANG

 

Nied: Forderung nach Unterführung der Oeserstraße

Johanna Wendel

12.05.2020

 

 

 

 

 

Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa

 

Der tödliche Unfall am Bahnübergang an der Oeserstraße hat in Nied eine über 100 Jahre alte Diskussion neu entfacht. Bürgerinnen und Bürger sowie die Politik setzen sich nun verstärkt für die seit Jahrzehnten geforderte Unterführung ein.

 

Am vergangenen Donnerstag war es im Stadtteil Nied am Bahnübergang an der Oeserstraße zu einem tödlichen Unfall gekommen. Eine 16-Jährige wurde von einem Regionalzug erfasst und kam dabei ums Leben. Ein 52 Jahre alter Radfahrer und eine 50-jährige Autofahrerin wurden ebenfalls von dem Zug erfasst, überlebten jedoch schwer verletzt. Die Schranken des Bahnübergangs waren zum Unfallzeitpunkt geöffnet. Ob es sich dabei um menschliches Versagen oder um einen technischen Defekt gehandelt hat, ist noch immer unklar.

Bereits einen Tag nach dem Unfall am Bahnübergang begannen Bürgerinnen und Bürger in Nied, sich für die Planung einer Unterführung einzusetzen. Am Freitag ging die Petition „Beseitigung der Bahnschranke in Nied/Oeserstraße“ online und konnte mittlerweile knapp 3000 Unterstützerinnen und Unterstützer für sich gewinnen. Ins Leben gerufen, wurde die Petition von Milkica Romic-Stojanovic, SPD-Stadtverordnete aus Nied und integrationspolitische Sprecherin der SPD Frankfurt. Vor drei Jahren machte sie bereits auf die immer wiederkehrende Aufschiebung der Beseitigung des Bahnübergangs aufmerksam. „Wenn sich die Schranke öffnet, setzen sich alle, Autos, Omnibus, Radfahrer und Fußgänger, von vier verschiedenen Seiten auf einmal in Bewegung. Alle wollen in verschiedene Richtungen den Übergang überqueren“, so Romic-Stojanovic. Das sei extrem unübersichtlich und führe immer wieder zu gefährlichen Situationen. Auch der der Schulweg für Grundschulkinder, die mit der gefährlichen und unübersichtlichen Situation überfordert seien, führe dort entlang. „Die Bahnschranke stellt für die Niederinnen und Nieder eine extrem gefährliche Situation dar.“

 

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CORONA-KRISE

Lernen Zuhause: Bessere Vorgaben gefordert – „Die Eltern laufen alle auf dem Zahnfleisch“

Interview: Brigitte Degelmann

28.04.2020
Milkica Romic

 

Wegen der Corona-Krise sind die Schulen in Frankfurt dicht. Milkica Romic fordert mehr Entlastung und einheitliche Vorgaben für das Lernen Zuhause.

  • Schulen wegen Corona geschlossen: Kinder müssen zu Hause lernen
  • Eltern in Frankfurt überfordert
  • Vorsitzende des Elternbeirats am Römerhof Gymnasium schreibt Brandbrief

Frankfurt - Mit einem Brandbrief hat sich Milkica Romic, Vorsitzende des Elternbeirats am Römerhof Gymnasium, an den Frankfurter Stadtelternbeirat, das hessische Kultusministerium und den Landeselternbeirat gewandt. Viele Eltern seien damit überfordert, ihre Kinder Zuhause zu unterrichten, nebenbei zu arbeiten und den Alltag zu managen. Deshalb müsse man dringend für Abhilfe sorgen.

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GEFÄHRLICHER BAHNÜBERGANG IN NIED

Ende der Todesschranke beschlossen – Ausführung lässt aber auf sich warten 

 

vonMichael Forst

08.10.2020

 

Trauergaben erinnern an das Unfallopfer in Frankfurt-Nied - mittlerweile sind sie vor das SG-Grundstück verlegt worden

 

Ein Drei-Stufen-Plan für den Umbau des Bahnübergangs in Frankfurt-Nied wurde vorgestellt, angegangen werden wird er aber nicht vor 2027.

 

Nied - Die SPD-Stadtverordnete Milli Romic hatte den richtigen Riecher: "Irgendetwas müssen sie heute auf den Tisch legen - sonst hätten die sich nicht hierher getraut", raunte sie kurz vor Beginn der Podiumsdiskussion mit Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, und Klaus Oesterling (SPD), dem Verkehrsdezernenten der Stadt, auf dem Gelände der SG Nied, direkt neben dem gefährlichen Bahnübergang.

ZUGUNGLÜCK

TÖDLICHER UNFALL

 

Schranken-Demo gegen lebensgefährlichen Übergang

vonSabine Schramek

 

 

Mit einer phantasievollen Aktion demonstrierte gestern die "Bürgerinitiative Nied: Die Schranke muss weg!" vor dem Römer gegen den gefährlichen Übergang. Von den abendlichen Passanten gab es spontanen Beifall. foto: reuss

 

Bürgerinitiative Nied protestiert lautstark vor dem Römer. Jetzt sind Politik und Bahn am Zuge.

"Warum musste sie sterben?" steht auf einem blauen laminierten Schild auf dem Römerberg, das an einem Andreaskreuz hängt. Dazu ein Foto der 16.jährigen Cindy und ein Kreuz vor ihrem Todestag am 7. Mai 2020. Weil die Bahnschranke nicht geschlossen war, als ein Zug heranfuhr, wurde sie getötet und zwei weitere Menschen schwer verletzt. Die "Bürgerinitiative Nied: Die Schranke muss weg!", die Heike und Peter Stoner deswegen ins Leben gerufen haben, hat heute 1420 Mitglieder. Sie wollen es nicht länger ertragen, dass weitere Unfälle passieren. Aus Teppichrollen haben sie in zwei Tagen Arbeit vier täuschend echte Bahnschranken in rot-weiß und das Andreaskreuz gebaut, mit denen sie am Montagabend vor dem Römer auf die dauernde Gefahr hinweisen.

"Seit 100 Jahren ist bekannt, wie gefährlich der Übergang ist. Seit Jahrzehnten setzen wir uns dafür ein, dass wir alle ohne Angst und Katastrophen heil über die Gleise kommen." Gut 50 Männer, Frauen und Jugendliche haben ein rotes Seil an ihre Gürtelschleifen und Handtaschen gebunden. Im Quadrat stehen sie vor den langen Schranken, die eine Stunde lang im Wechsel drei Minuten lang geschlossen sind und eine Minute lang geöffnet. 1915 wurde zum ersten Mal angedacht, den Bahnübergang, der 1839 angelegt wurde, zu beseitigen. Dann fassten die Stadtverordneten 1967 den Beschluss, ihn zu beseitigen. Aus finanziellen Gründen ist es nicht geschehen. 1978 wurde die Entscheidung erneuert. Ein Übergang wurde beseitigt, der andere - ebenso lebensgefährliche - ist geblieben. Als 1988 die Bahnunterführung an der Nieder S-Bahn-Station einige hundert Meter weiter südwestlich eingeweiht wurde, sollte die zweite Unterführung auf dem Fuß folgen - nichts passierte. 2005 nahm die Stadtverordnetenversammlung den Antrag des Nieder CDU-Manns Karlheinz Bührmann an, die Schranken zu beseitigen. 2013 März sollte eine Unterführung gebaut werden. Bis heute ist nichts geschehen. 

"Cindy musste sterben", sagt Heike Stoner. Den beiden Verletzten ginge es mittlerweile physisch besser. "Ich will mir gar nicht vorstellen, wie die beiden, der Lokführer und die Schrankenwärterin, seelisch leiden müssen. Allein der Gedanke ist entsetzlich." Die Demonstranten zeigen, wie gefährlich der Übergang ist. Mit Pappratschen imitieren sie Zuggeräusche. Männer, Frauen, Rad- und Rikschafahrer versuchen, durchzukommen, bevor sich die Schranke schließt. Im Chor rufen sie "Die Schranke muss weg. Jetzt!". Fußgänger bleiben stehen, klatschen Beifall. Das Unverständnis über das Nichthandeln von Bahn und Politik ist eindeutig. Cornelia Usinger ist bei jeder Mahnwache dabei. "Es kann so nicht weitergehen. Jeden Tag haben wir Angst, dass wieder etwas passiert. Wir sind so viele, die fordern, dass die Schranke weg muss. Dass niemand aus dem Römer rauskommt zu uns, finde ich deprimierend", sagt sie und erzählt, dass erst gestern wieder eine Radfahrerin am Übergang gestürzt sei. 

 

Vergebliches Warten auf den OB

Tobias Fechler, Vorsitzender der CDU in Nied, hatte eine einstweilige Verfügung beim Gericht beantragt. Die Züge fuhren trotzdem. "Heute wäre ein guter Tag für OB Peter Feldmann, zu uns zu kommen. Aber er kommt nicht", sagt er enttäuscht. Stadtverordnete Milkica Romic (SPD) ist ebenfalls wieder dabei. "Hier haben Stadtverordnete ja keine Büros und der Magistrat hat Termine über Termine. Trotzdem ist es schade, dass niemand kommt." 

Eine Hoffnung haben die Mitglieder der BI. Der Bahnbevollmächtigte für Hessen, Klaus Vornhusen, und Verkehrsdezernent Oesterling (SPD) haben zugesagt, sich am Dienstag, den 6. Oktober, den Fragen der Nieder im Stadtteil zu stellen. Der Ort wird noch festgelegt. 

Mike Josef (SPD) möchte den Frankfurter Stadtteil Nied aufwerten

18.07.2019

 

 

 

© Reuß

 

Mike Josef (SPD) möchte den Frankfurter Stadtteil Nied aufwerten und stabilisieren. Das Programm "Soziale Stadt" soll Impulse geben.

 

Frankfurt - Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist die Straße Alt-Nied wieder offen: Sie wurde umgestaltet, soll jetzt mehr Aufenthaltsqualität bieten. Das Nieder Loch wird bebaut; die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG errichtet dort in mehreren Abschnitten rund 280 Wohnungen. Die ersten werden 2020 bezugsfertig sein. Die Straßenbahnwendeschleife kommt weg, dort wird ein großer Rewe-Markt entstehen. Noch nicht angegangen wurde die Umgestaltung des "Nieder Tors", also der Kreuzung Mainzer Landstraße / Alt-Nied / Nieder Kirchweg, aber die Planungen laufen. Wer gestern am späten Nachmittag beim Stadtspaziergang mit Planungsdezernent Mike Josef (SPD) in Nied unterwegs war, konnte sich einen Überblick über viele größere Projekte verschaffen, mit denen das Gesicht von Nied verändert werden soll.

Dafür hatte der Dezernent einige Amtsvertreter aufgeboten. Das Wohnungsbauprojekt der ABG stellt der Chef persönlich vor: Frank Junker, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, berichtete, dass 65 Millionen Euro im Nieder Loch verbaut werden und dass in absehbarer Zeit auch Planungsrecht für den Bereich der Wendeschleife erwartet werde. Der neue Supermarkt dort soll Stellplätze in einer Tiefgarage erhalten. 

Wann mit der Umgestaltung des "Nieder Tors" begonnen wird, da wollte sich Iris Lorena Langhammer von der Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt nicht recht festlegen. Klar sei jedoch, dass ein Kreisverkehr gebaut werde, der von der Straßenbahn geschnitten werde. Wenig Berücksichtigung fanden dabei die Ideen des "Arbeitskreises Verkehr" aus Nied, der Straßenbahn und Autos im "Mischverkehr", das heißt auf gleicher Fläche, fahren lassen möchte: Davon sei man abgekommen, sagt Mike Josef, der öffentliche Nahverkehr soll beschleunigt werden: "Sie sollen nicht mit der Straßenbahn im Stau stehen müssen."

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

Thorsten Schäfer Gümbel 

Regierungsteam Hessen 2018

 

 

 

 

 

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

Schäfer-Gümbel beruft Romic-Stojanovic in Regierungsteam

02.09.2018 (dpa/lhe)

 

 

 

Wiesbaden 

Der Vorsitzende der hessischen SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, hat Milkica Romic-Stojanovic in sein Regierungsteam für die Landtagswahl im Oktober berufen. Die Frankfurter SPD-Stadtverordnete und Anwältin soll den Bereich Integration übernehmen, wie eine Parteisprecherin am Sonntag mitteilte. «Ein Schwerpunkt unserer Integrationspolitik muss bei den Kindern und Jugendlichen liegen», sagte die 41-jährige Romic-Stojanovic. Bildung sei der Schlüssel zur Integration. 

          

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

Zu viel Grau

Von George Grodensky  23.08.2018 

 

Anwohner der neu gestalteten Therese-Herger-Anlage wünschen sich mehr Grün für den Platz. Sie organisieren sich bereits für ein Urban Gardening-Projekt.

 Foto: Christoph Boeckheler

Sophia (2) und Papa Volker wünschen sich mehr Blumen für die Therese-Herger-Anlage.                 

 

Frankfurt

Die noch recht junge Therese-Herger-Anlage mündet am Josef-Benner-Weg in einen großen Platz zwischen zwei Häuserblöcken. Die Fläche ist grau gepflastert und abgepollert. An den Seiten sind Bereiche rot markiert, auf denen die Feuerwehr beim Einsatz stehen soll. Ein paar Bäumchen trotzen dem Sommer. Vergitterte Abflussrinnen brechen die Monotonie ein wenig auf. Vorsichtig gesagt, sieht der Platz etwas kahl aus. Die Anwohner werden da deutlicher: „Grün statt Grau“ fordern sie.

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VOR 800 JAHREN

Als die Nieder aktenkundig wurden

von Holger Vonhof

23.02.2018

 

 

 

Wolfgang Lampe (Mitte) und Dieter Kruska (l.) vom Geschichtsverein erklären Dr. Joachim Kreysing (2.v.l.), dem Sossenheimer Uwe Serke (3.v.l.) und den Niedern Georg Diehl und Hauke Hummel die neue Karte.

© Maik Reuß

 

Der Vereinsring Nied hat die urkundliche Ersterwähnung des Dörfchens an der Nidda gefeiert: Am 21. Februar des Jahres 1218 wurden die Nieder quasi erstmals „aktenkundig“.

 

Ein schweres Siegel hängt an der Urkunde, die im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden verwahrt wird. In gestochen scharfer Kanzleischrift wird ein Grundstücks-Deal bestätigt: Der Mainzer Erzbischof Siegfried II. bestätigt die Abtretung der Kirche und eines Fronhofs zu Nied an das Mainzer Mariagredenstift. Der Fronhof wird einer der damals üblichen Königshöfe gewesen sein, die für den König und sein Gefolge aufkommen mussten, wenn er in der Frankfurter Pfalz Station machte: Der Hof reiste damals umher, um seine Machtansprüche zu sichern.

Die Urkunde von 1218 ist quasi die Geburtsurkunde von Nied wie auch von Sossenheim, das ebenfalls erwähnt wird. Beide Stadtteile feiern deshalb ihr 800-jähriges Bestehen – obwohl davon auszugehen ist, dass es die Dörfchen schon deutlich länger gab. Das Erzbistum in Mainz besaß in Nied schon früh eine Grundherrschaft und hatte nach der Jahrtausendwende eine bescheidene Holzkirche errichten lassen. Sie wird in einem Schriftstück erwähnt, doch ist das keine offizielle Urkunde, und damit gilt erst das Dokument von 1218 als „offiziell“.

Nachzulesen ist das in einer Festschrift, die der Vorstand des Nieder Heimat- und Geschichtsvereins unter seinem Vorsitzenden Wolfgang Lampe erarbeitet hat. Die Festschrift ist am Mittwochabend im Saalbau Nied bei einer akademischen Feier mit geladenen Gästen aus Politik, Vereinsleben, Kirche und Wirtschaft vorgestellt worden – wie auch eine neue Wandkarte, die die Vorzüge von Nied hervorhebt und in den Schulen ausgehängt werden soll. Wolfgang Lampe und Dieter Kruska vom Geschichtsverein zeigten sie Hauke Hummel, dem Vorsitzenden des Nieder Vereinsrings, und Uwe Serke, dem Vorsitzenden des Sossenheimer Vereins zur Förderung der 800-Jahr-Feier.

In Nied hat der Vereinsring die Organisation der Feierlichkeiten übernommen. Geplant ist ein Festwochenende auf dem Grundstück der Panoramaschule vom 7. bis 9. September. Bei der akademischen Feier am Mittwoch gab es Grußworte zu hören und einen historischen Vortrag von Dr. Oliver Ramonat zu „Alltag und Kultur im 13. Jahrhundert“, unterbrochen von Musik auf historischen Instrumenten, dargeboten vom „Trio Arlecchino“. Neben Serke, der die Grüße der Sossenheimer überbrachte, sprachen auch die SPD-Stadtverordnete Petra Scharf und ihre Nieder Amtskollegin Milkica Romic, die zudem Vorstandsmitglied des Vereinsrings Nied ist, sowie der Vorsitzende des Regionalrats Nied, Edgar Lühn. Die Vertreter der drei christlichen Kirchengemeinden – die evangelische Pfarrerin Charlotte von Winterfeld, der katholische Pfarrer Rolf Glaser und David Winkler, Pastor der Stadtmission, beeindruckten in ihrem gemeinsamen Grußwort durch Einigkeit: „Man kann zusammenwachsen, wenn der Wille da ist. Wir arbeiten heute nicht mehr als Konkurrenten, sondern bereichern uns gegenseitig.“

 

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Der große Frust

VON  MAXIMILIAN RIEGER 14.08.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: WIESINGER, RICARDO 

 

Früher war die Eisenbahnersiedlung in Nied eine SPD-Hochburg. Dann holte die AfD bei der Bundestagswahl dort 17Prozent der Stimmen. Besuch in einem Stadtteil, in dem manche Bewohner den Glauben an die Demokratie verlieren. Von Maximilian Rieger

Es gibt Orte in Frankfurt, da lebt es sich schlechter als in der Eisenbahnersiedlung in Nied. Rund 1500 Menschen wohnen hier im Westen der Stadt, idyllisch eingerahmt von der Nidda und vom Niedwald. „Wer hier wohnt, wohnt in der Stadt und doch auf dem Dorf“, sagt ein Anwohner. Er lebt in einem der vielen denkmalgeschützten Häuser, die in der einen Hälfte der Siedlung stehen, in hellem Orange oder Grün gestrichen, viele mit Garten.

Auf der anderen Seite der Oeserstraße, die das Viertel teilt, liegt ein Neubaugebiet mit mehrstöckigen Wohnanlagen, grau verputzt, Balkon mit Blick auf den mit Hecken bepflanzten Hinterhof. An den gepflasterten Wegen wachsen Bäume. Es ist nicht so schön wie auf der anderen Seite, aber immer noch weit von einem Problemviertel entfernt.

In dieser Siedlung hat die AfD bei der Bundestagswahl 17Prozent der Stimmen geholt. Es war eines der besten Ergebnisse in der Stadt, in der insgesamt nur knapp neun Prozent AfD gewählt haben. Seitdem versuchen Forscher und Politiker herauszufinden, warum die Partei in der Eisenbahnsiedlung so stark ist. Die SPD organisierte eine schriftliche Befragung, Parteimitglieder warfen 1000Umfragebögen in die Briefkästen – 76 kamen zurück. Unabhängig davon, hat der Politikwissenschaftler Daniel Mullis von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung mit mehreren lokalen Politikern, Kirchenvertretern und Sozialarbeiten wissenschaftliche Interviews geführt.

Die ersten Erkenntnisse: Zuwanderung ist nicht die Hauptursache, sie verschärft nur die Probleme, die ohnehin da waren. Der Kampf um günstige Wohnungen. Die Angst vor sozialem Abstieg. Und das Gefühl, vom demokratischen Prozess ausgeschlossen worden zu sein.

Was das konkret bedeutet, lässt sich am besten anhand eines Bahnübergangs erklären. Oder, wie eine Anwohnerin ihn nennt: „Das größte verdammte Problem von Nied.“ An diesem Übergang kreuzt die Oeserstraße die Bahngleise, auf denen Güterzüge und die Regionalzüge zwischen Frankfurt und Königstein fahren. Alle paar Minuten, bevor wieder ein Zug vorbeisaust, schließen sich die Schranken. Manchmal dauert es zwölf Minuten, bis sie sich wieder heben. Zwölf Minuten, in denen sich auf der Oeserstraße die Autos stauen, bis weit in die Siedlung hinein.

Seit Jahrzehnten heißt es, der Übergang solle verschwinden. „Vor jeder Wahl wird der Bahnübergang besprochen“, sagt ein Anwohner. Immer wieder hätten die Politiker versprochen, dass die Bauarbeiten bald beginnen würden. Passiert ist nichts. „Dieser Punkt ist ein Beispiel dafür, wie die Wähler ‚verarscht‘ werden“, schrieb ein Bürger auf den Umfragebogen der SPD. „Die Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass sie im demokratischen Prozess nicht ernst genommen werden“, sagt Politikwissenschaftler Mullis. „Das erzeugt Frustration.“ Aus einem Alltagsproblem ist ein Demokratieproblem geworden.

Wenn es nur der Bahnübergang wäre, bei dem die Bewohner das Gefühl haben, es gehe nichts voran, dann wäre der Frust wahrscheinlich nicht so groß. Aber wer mit den Bewohnern der Eisenbahnersiedlung spricht, auf der Straße oder an ihrer Haustür, der bekommt den Eindruck: Es gibt einige solcher Probleme. Der ehemalige Eisenbahner Hans-Alfred Becker kennt so gut wie alle. Seit 1979 wohnt er in einem der grüngestrichenen Eisenbahnerhäuschen. Das Ausbesserungswerk der Bahn, in dem seit 1918 Lokomotiven repariert worden waren, war da schon stillgelegt. Becker hat miterlebt, wie seit Mitte der achtziger Jahre auf dem ehemaligen Bahngrundstück das neue Wohnviertel jenseits der Oeserstraße entstand. Heute ist das Gelände fast komplett bebaut. Es ist eng geworden im Viertel. „Die Siedlung ist überfüllt, es gibt keine Parkplätze mehr. Und mit jedem neuen Haus wird es schlimmer“, sagt Becker. Außer dem Bahnübergang ist es der Mangel an Parkplätzen, der praktisch alle Bewohner stört. Am drastischsten drückt das ein älterer Mann in der Neubausiedlung aus: „Der Staat nimmt, nimmt, nimmt, kassiert immer nur, aber wenn man mal einen Parkplatz braucht, dann gibt es keinen.“

Der Bevölkerungszuwachs wirkt sich aber nicht nur auf den Verkehr aus. „Hortplätze fehlen, vorne und hinten. Kindergartenplätze ebenso“, sagt Becker. Auch die Grundschule sei nicht groß genug. „Durch die Zugezogenen müssen die Klassen getrennt werden, weil es mit dem Deutsch nicht reicht. Dafür reicht es aber beim Platz und Personal nicht.“ Zudem gibt es in ganz Nied kein Gymnasium. 2016 sollte der Stadtteil eigentlich eines bekommen. Doch statt in Nied wurde die Schule im Westend gebaut.

„Der Westen von Frankfurt wurde immer stiefmütterlich behandelt“, meint Milkica Romic, die seit 2016 SPD-Stadtverordnete ist. Mehr als zehn Jahre lang habe Nied keinen eigenen Vertreter im Römer gehabt, der bei den Dezernenten gezielt nachgefragt habe. „Aber wenn nichts passiert, dann sind die Menschen frustriert. Und dann kommt eine Partei, die sagt, sie sei die Alternative.“ Romic ist sich sicher, dass die Ursachen für das starke Abschneiden der AfD in Nied größtenteils auch dort zu finden seien. „Manchmal ist Kommunalpolitik wichtiger als Bundespolitik“, sagt sie. Und auch Daniel Mullis glaubt, dass Vertrauen in die Politik im Stadtviertel entstehe. „Es steht und fällt damit, dass sich die Menschen im Lokalen ernst genommen fühlen.“

Aber wenn Bürger das Gefühl haben, dass sie schon von den Lokalpolitikern nicht gehört werden, dann nimmt ihr Missmut erst recht zu, wenn sie den Eindruck bekommen, ihre Meinung spiele auch in der Bundespolitik keine Rolle. „Das war eine Protestwahl gegen die Merkeline“, sagt ein Anwohner, der gerade seinen Hund Gassi führt. „Sie hat die Grenzen geöffnet, obwohl sie vom Bundestag abhängig ist. Aber sie ist keine Königin.“

Auch andere Bewohner lassen mehr oder weniger deutlich durchblicken, dass sie die Einwanderungspolitik seit 2015 für einen wichtigen Grund halten, warum so viele AfD gewählt haben. Viele hätten dies aus Protest getan, sagt ein junger Mann. Er steht in einer Gruppe von acht Anwohnern, die sich am späten Nachmittag zum Pokémon-Go-Spielen verabredet haben. „Ich kann nicht sagen, kommt alle rein, und dann gucken wir, wie wir das managen.“ Ein anderer Mitspieler erzählt, wie ältere Männer beim Einkaufen auf Zuwanderer reagiert hätten. „Gesagt haben sie nichts, aber die Blicke haben gereicht. Eine Welt trifft die andere, und die eine kommt damit nicht zurecht.“

Wer ausländische Wurzeln hat, spürt die Ablehnung bei manchen Nachbarn. Taufiq zum Beispiel geht es so. Er lebt seit 13Jahren in Deutschland, seit 2015 in einer Wohnung an der Oeserstraße. Er beschwert sich über die gleichen Dinge wie seine Nachbarn: den Bahnübergang, das fehlende Gymnasium. Und er erzählt, dass die Abfalleimer an der Bushaltestelle vor seinem Haus nicht oft genug geleert würden und deshalb der Müll auf der Straße liege. Manchmal sammle er den Abfall dann selbst von der Straße. „Meistens wird es auf die Ausländer geschoben, dass die den Müll verursachen“, sagt Taufiq, der eigentlich anders heißt. „Durch das Aufsammeln versuche ich zu verhindern, dass die AfD so viele Stimmen bekommt.“ Es ist ein Kampf, den er kaum gewinnen kann.

In der SPD-Umfrage hat ein Drittel der Antwortgeber angekreuzt, dass Ausländer sie störten, weil es zu viele seien. Und im Feld „andere Gründe“ äußern viele ihren Ärger über mangelnden Integrationswillen. Ausländer „halten sich nicht an die einfachsten Regeln“ steht da, „Muslime sind zu fremd“ und „verdrängen unsere Kultur“. SPD-Politikerin Romic verteidigt ihren Stadtteil. „Nied ist nicht rechts“, sagt sie. Um das Gefühl von Fremdheit zu bekämpfen, organisiert sie unter anderem ein interkulturelles Sommerfest, „denn Integration erfolgt in zwei Richtungen“.

Dabei lassen die Umfragen und Gespräche keine generelle Fremdenfeindlichkeit erkennen. Mehr als die Hälfte hat in der SPD-Befragung angekreuzt: Ausländer sind Menschen wie du und ich. Auch in den meisten Unterhaltungen machen die Nieder deutlich, dass sie nichts gegen Ausländer und Migranten an sich haben. Aber sie fragen sich: Wenn die Geld und Wohnungen bekommen, was ist dann mit uns?

„Es fängt schon bei der Rente an. Als der Schröder da war, haben sie die gekürzt“, sagt Ronald Holzweiß. Er sitzt vor seinem Eisenbahnerhaus, neben ihm steht seine Frau Gaby. „Und es ist halt ärgerlich für viele, die gearbeitet haben, dass die Zugewanderten mehr Geld kriegen“, sagt sie. „Die kriegen Arztkosten, Wohnung, Kindergeld“, ergänzt ihr Mann. „Das geht nicht gegen die Menschen, die müssen ja auch überleben, sondern gegen die Politik. Die müssten uns mehr geben. Das macht uns ja nicht reich.“ Hier, am Rande der Stadt, findet ein Verteilungskampf statt. Und die Alteingessenen fürchten, ihn zu verlieren. „Es verbreitet sich die Angst, dass es einem selbst oder den Kindern künftig schlechter geht“, sagt Daniel Mullis.

Denn während das Geld für viele knapper wird, steigen die Immobilienpreise. Für eine 110Quadratmeter große Vier-Zimmer-Wohnung in der Neubausiedlung werden ungefähr 500000Euro fällig. Auch die Mieten gehen in die Höhe. „Übernächstes Jahr werden hier die Mieten deftig steigen“, sagt ein Anwohner der Neubausiedlung und zeigt auf die Gebäudekomplexe. Für diese Wohnungen werde die Mietpreisbindung ablaufen. „Wer es dann noch bezahlen kann und möchte, der kann bleiben. Die anderen müssen gehen.“

So läuft es schon seit längerem in der Frankfurter Innenstadt. Laut Mullis ziehen seit Jahren Leute nach Nied, die sich die hohen Mieten in der Stadtmitte nicht mehr leisten konnten. Er befürchtet, dass dieser Verdrängungsprozess sich nun in den Stadtteilen fortsetzt, die am Rand der Stadt liegen. „Gentrifizierung kennt keine Grenzen, außer die Politik bremst sie“, sagt der Forscher.

Laut Mullis gibt es aber Möglichkeiten, diese Entwicklung zu stoppen. Die Stadt könnte die Milieuschutzsatzungen ausweiten, die in einigen Stadtteilen bereits gelten. Dadurch könnte verhindert werden, dass günstige Wohnungen in teure Appartements umgewandelt werden und nach Renovierungen die Mieten steigen. Zusätzlich könnte die Stadt die Preisbindung von Sozialwohnungen verlängern und vor allem mehr Sozialwohnungen bauen.

Dass sich die Stadt dazu entschließt, bezweifelt Mullis. Zum einen, weil das Ergebnis der AfD in der ganzen Stadt nur bei neun Prozent lag und die Stadtpolitiker denken könnten, darauf könne man sich ausruhen. „Außerdem finden die Menschen, die keine Hochverdiener sind, im Diskurs der Stadt zu wenig statt“, sagt der Wissenschaftler. Frankfurt sei aber auf genau sie angewiesen. „Früher oder später wird es ein Problem, wenn sie verdrängt werden. Dann steht der gesellschaftliche Zusammenhalt auf dem Spiel.“ In Nied, so scheint es, ist es schon so weit.

Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

 „Nied ist nicht rechtsradikal“

 

Von George Grodensky    20.02.2018   

 

Viele Menschen in Frankfurt-Nied fühlen sich abgehängt. Die SPD will in einer Umfrage wissen, woran das liegt.

 Foto: Christoph Boeckheler

 

Auch in der Eisenbahnersiedlung haben viele Menschen die AfD gewählt.

 

Frankfurt

Milkica Romic ist kein deutscher Name. Bei einer Wahl würde niemand von strammrechter Gesinnung bei Romic ein Kreuz machen. Selbst wenn die Nieder die SPD-Frau und Stadtverordnete einfach Milli rufen. Und doch, sie hat es beim Zählen der Stimmen zur Kommunalwahl selbst gesehen. So mancher hat seine Zweitstimme der rechtspopulistischen AfD gegeben und Milkica Romic die Erststimme. Verrückt.

Vielleicht auch nicht verrückt. „Die Menschen in Nied sind nicht rechtsradikal“, sagt Romic. Zumindest nicht schlimmer als anderswo. Das zieht die SPD als Fazit aus ihrer Umfrage aus dem Dezember. Die Nieder fühlen sich abgehängt, von der Politik vernachlässigt. Deswegen die vielen Stimmen für die AfD. 14,2 Prozent der Nieder haben den Rechtspopulisten ihre Stimme bei der Bundestagswahl gegeben, der Frankfurtschnitt liegt bei 8,6 Prozent.

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

So mancher Zug im Frankfurter Westen scheint abgefahren

Von HOLGER VONHOF

 23.12.2017

 Seit Jahrzehnten fordern Bürger die Beseitigung des Bahnübergangs Oeserstraße, vor dem sich täglich die Autos stauen und der den Stadtteil zerschneidet. Wer bei der Vorstellung der Pläne vor knapp fünf Jahren gedacht hat, dass die Sache ins Rollen gekommen ist, muss nun einsehen: Dieses Jahr nicht, nächstes Jahr nicht, und dann . . ?

 

Frankfurter Westen. 

Enthalten sind in der Liste Maßnahmen wie etwa der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen, die Instandsetzung von Gehwegen und Straßen, Zuschüsse zu kulturellen und sportlichen Veranstaltungen, die Tätigkeiten der Stadtpolizei und Maßnahmen der Wirtschaftsförderung. Das meiste von dem, was in der Liste steht, müsste man eigentlich unter „operatives Geschäft“ verbuchen: Es sind keine Geschenke der Stadt an den Frankfurter Westen, sondern Unterhaltungsmaßnahmen. Herausstechend sind jedoch die knapp 35 Millionen, die derzeit für die Sanierung und den Umbau des Bolongaropalasts angesetzt (exakt 34 865 356 Euro), aber noch nicht tatsächlich ausgegeben sind.

 

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

SPD-Umfrage zur AfD sorgt für Irritationen

 Von

 

21.12.2017

Foto: Maik Reuß 

 

Der SPD-Ortsverein Nied sorgt sich um die niedrige Wahlbeteiligung im Stadtteil. Er hat eine Umfrage gestartet, um Einblicke in die Lebenssituation der Nieder zu erhalten. Erste Ergebnisse liegen vor.

 

Frankfurt

Rund 20 000 Menschen leben im Stadtteil Nied. Der Ausländeranteil liegt im stadtweiten Vergleich im Spitzendrittel; 35,6 Prozent der Bewohner dort besitzen keinen deutschen Pass. Auch deshalb hat der SPD-Ortsverein nach dem Verhältnis zu Migranten gefragt. Die Fragestellung lautete: „Ausländer stören mich nicht, denn . . .“ Eine andere Frage lautete: „Ausländer stören mich, weil . . .“ Diese Fragestellungen sorgte für Diskussionsstoff unter den Genossen – auch bei der Nominierung der Landtagskandidatin Petra Scharf im Wahlkreis 34. Ein Teil der Delegierten kritisierte einen ausländerfeindlichen Anklang. Helmut Grohmann räumte ein, dass die Formulierung unglücklich gewählt sei, man in der Sache aber recht habe. Der Ehrenvorsitzende des Nieder SPD-Ortsvereins war mit SPD-Stadtverordneten Milkica Romic Initiator der Umfrage.

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

Orthodoxes Weihnachtsfest im Kaisersaal

 

Empfang des Oberbürgermeisters für die orthodoxen Kirchen

Von kus

 

Oberbürgermeister Peter Feldmann (M) empfängt im Römer Vertreter der in Frankfurt ansässigen orthodoxen Gemeinden anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfestes, 8. Januar 2017, © Foto: Bernd Kämmerer

 

Während die meisten Christen Heiligabend und Weihnachten am 24. und 25. Dezember feiern, begehen zahlreiche orthodoxe Kirchen nach dem julianischen Kalender die Geburt Christi erst am 6. und 7. Januar. Anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfestes empfing Oberbürgermeister Peter Feldmann Vertreter der in Frankfurt ansässigen orthodoxen Gemeinden im Kaisersaal.

 

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

 

Außenseiter setzt sich durch

SPD nominiert Oliver Strank als weiteren Bundestagskandidaten 

Von tre 14.11.2016

Foto: Rainer Rueffer

Kameradschaftlicher Umgang: Der unterlegene Ansgar Dittmar (rechts) gratuliert dem SPD-Direktkandidaten im Bundestagswahlkreis 182 (Frankfurter Westen).

 

Die Frankfurter SPD hat im Wahlkreis 182 Oliver Strank als ihren Bundestagsdirektkandidaten nominiert. Nach der Nominierung von Ulli Nissen im Wahlkreis 183 kann nun die SPD mit dem Duo „Ulli und Oli“ bei der Bundestagswahl 2017 antreten.

 

Frankfurt. 

Es war eine kleine Sensation: Nicht der hoch gehandelte Frankfurter Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Ansgar Dittmar, machte das Rennen um die Direktkandidatur im Frankfurter Westen, sondern sein jüngerer Konkurrent Oliver Strank. Beide hatten sich bei den SPD-Ortsvereinen im Frankfurter Westen vorgestellt und um die Bundestagskandidatur geworben. Auf dem Parteitag setzte sich dann überraschend der 37-jährige Strank mit 79 zu 71 Stimmen durch.

 

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Geld für Griesheim und Nied

Stadteile werden in Förderprogramme aufgenommen

Von rsch. (05.10.2016)

 

Die Viertel im Westen Frankfurts haben nicht den besten Ruf. Mit einem städtebaulichen Förderprogramm sollen die Stadtteile Nied und Griesheim-Mitte nun unterstützt werden. Es werden in den nächsten Jahren 26 Millionen Euro an Fördergeld in den Westen fließen, wie Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und Staatssekretär Gunther Adler aus dem Bundesbauministerium gestern auf der Immobilienmesse Expo Real in München erläuterten.

 

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Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016

Drei West-Nachrücker in den Römer

 

 VON HV (16.07.2016)

Foto: Maik Reuß

Drei Genossen aus dem Frankfurter Westen rücken nach der Wahl des haupt- und ehrenamtlichen Magistrats in die Stadtverordnetenversammlung nach. Das bringt auch Veränderungen im       Ortsbeirat 6. 

  

Frankfurter Westen. 

Die SPD im Frankfurter Westen hat ihre Position im Römer weiter gestärkt, denn mit der Wahl der Dezernenten und der ehrenamtlichen Stadträte sind drei Genossen aus dem Frankfurter Westen in den Römer nachgerückt: Hubert Schmitt, Milkica Romic und Birgit Puttendörfer. Direkt in die Stadtverordnetenversammlung gewählt worden waren im März bei der Kommunalwahl Sieghard Pawlik aus Sindlingen und Roger Podstatny von der SPD Sossenheim. „Die Position der SPD im Römer wurde noch einmal gestärkt“, freut sich Podstatny über die neuen Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung.

Petra Scharf von der Höchster SPD ist knapp am Nachrücker-Mandat vorbeigeschrammt: Hätte die SPD und nicht die CDU den letzten Sitz im ehrenamtlichen Stadtrat bei der Verlosung am Donnerstagabend gewonnen, wäre auch die frühere Höchster Kinderbeauftragte Stadtverordnete im Römer geworden.

In Vereinen aktiv

Die Nachrücker tragen gewichtige Interessen des Westens in den Römer. Sie sind in ihren Stadtteilen gut vernetzt; zwei von ihnen sind in den Vorständen der Vereinsringe ihrer Stadtteile, etwa die Rechtsanwältin Milkica Romic, die seit diesem Jahr 2. Vorsitzende des Vereinsrings Nied ist. Sie führt seit 2010 die Nieder SPD. Milkica Romic hat 1997 im Friedrich-Dessauer-Gymnasium ihr Abitur abgelegt und an der Goethe-Universität Rechtswissenschaften studiert. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht, verheiratet und Mutter. In der SPD ist sie seit 2005. Romic gehört zu den hartnäckigsten Befürwortern eines Gymnasiums für Nied. Ein politisches Mandat im Ortsbeirat oder einem anderen Gremium hatte sie bislang nicht inne.

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DIENSTAG, 07. JUNI 2016
RHEIN-MAIN ZEITUNG
Nied besteht auf Gymnasium
Schuldezernentin Sorge: Das nächste kommt in den Stadtteil


Eltern aus Nied haben abermals gefordert, ein Gymnasium in ihrem Stadtteil zu eröffnen. Nied sei ein Gymnasium versprochen und gleich wieder genommen worden, sagte Milkica Romic gestern im Bildungsausschuss der Stadtverordneten. Die Elternbeirätin von der Friedrich-List-Schule spielte damit auf die vorerst zurückgezogenen Pläne an, auf einem Grundstück an der Mainzer Landstraße einen Neubau für ein Gymnasium zu errichten. Die Schule wurde übergangsweise in Höchst eröffnet, soll ihren endgültigen Standort aber nicht mehr in Nied, sondern am Westend-Campus der Goethe-Universität finden.


„Nun kommt das Gymnasium dorthin, wo es wirklich gebraucht wird“, sagte Romic sarkastisch. Im Westend gibt es schon drei öffentliche Gymnasien, während es in sämtlichen westlichen Stadtteilen, von Höchst abgesehen, kein einziges gibt. Zur aktuellen Diskussion um lange Schulwege für Kinder sagte die Schulelternbeirätin, es gehe ein Aufschrei durch die Stadt, wenn ein Kind aus der Innenstadt zum Übergangsstandort des Gymnasiums nach Höchst geschickt werde, aber es kümmere die Römer-Politiker nicht, dass Kinder aus Nied bald bis zum Campus Westend fahren müssten.


Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Die Grünen) sagte, sie sehe sehr wohl, dass der Westen der Stadt ein grundständiges Gymnasium brauche, also eine Schule, die von der fünften Klasse bis zum Abitur führt. Das Vorhaben sei nicht gescheitert, sondern lediglich aufgeschoben, weil geklärt werden müsse, ob auf dem Grundstück wegen der Nähe zu einem Chemiebetrieb ein Schulbau entstehen dürfe. Auf dem Areal am Uni-Campus sei hingegen ein schneller Baubeginn möglich, deshalb habe sie sich für einen Umzug dorthin entschieden. „Das nächste Gymnasium wird aber sehr, sehr wahrscheinlich nach Nied kommen.“


Romic warf der Stadt vor, den möglichen Konflikt mit der Seveso-Richtlinie nicht früher erkannt und gelöst zu haben. Ihr Schulelternbeirats-Kollege Andreas Fiedler verwies auf die neuen Wohngebiete, die in Nied und angrenzenden Stadtteilen, etwa im Silogebiet und in Unterliederbach, entstünden. Die Familien, die sich dort niederließen, brauchten Schulen. Die Linken-Stadtverordnete Dominike Pauli unterstützte das Anliegen. Der Frankfurter Westen sei „bildungspolitisch abgehängt“, das müsse sich ändern. Wobei sie eine integrierte Gesamtschule einem Gymnasium vorzöge.       trau.

Milkica Romic Kommunalwahl Frankfurt 2016